Bericht und Fotos 2017

Gestern, am 17. Dezember erreichte das Friedenslicht das Münsterland. Zum 19. Mal brachten evangelische und katholische Pfadfinderinnen und Pfadfinder das in der Geburtsgrotte Jesu Christi entzündete Licht nach Münster. Generalvikar Dr. Norbert Köster (Bistum Münster) und der evangelische Pfarrer Martin Mustroph (Kirchenkreis Münster) sendeten das Licht im vollbesetzten St. – Paulus – Dom aus. Die diesjährige Friedenslichtaktion steht unter dem Leitwort „Auf dem Weg zum Frieden“ und möchte „alle Menschen guten Willens“ miteinander verbinden.

Für das Friedenslicht aus Betlehem wurde gestern Nachmittag von mehr als 2 . 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein großer Empfang bereitet. Im abgedunkelten St. Paulus – Dom erwarteten die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen das kleine Licht, das eine 3.600 Kilometer lange Reise über Wien nach Münster zurücklegte . Während der stimmungsvollen Aussendungsfeier visualisierten illuminierte Lichtstrahler das diesjährige Jahresmotto „Auf dem Weg zum Frieden“. Pfarrer Martin Mustroph vom evangelischen Kirchkreis erklärte: „Friede kann nur dann bestehen, wenn wir in Freiheit leben können, die Freiheit des Anderen achten und frei mitbestimmen und entscheiden dürfen.“ Generalvikar Dr. Norbert Köster vom Bistum Münster unterstützte diese Aussage und fügte hinzu : „Frieden verkünden und weitertragen, ist vergleichbar wie die Rolle eines Streitschlichters. Wir müssen uns in die Menschen hineinversetzten, auf unsere Gemeinsamkeiten schauen und nach unseren eigenen Fehlern suchen.“

Sich für den Frieden und Völkerverständigung einzusetzen ist für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Münsterland seit 19 Jahren eine gute Tradition. Frieden in Europa könne nur dann gelingen, wenn alle Nationen, wie bei der Weitergabe des Lichtes, zusammenarbeiten. Dafür sind am 14. Dezember 30 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Aachen, Dortmund, Köln und Münster nach Wien gereist, um dort als Teil der deutschen Friedenslicht – Delegation das Licht bei der internationalen Aussendungsfeier in Empfang zu nehmen. Per (Nacht-) Zug erreichte die kleine Flamme dann am 3. Adventssonntag die Domstadt.

„Das Motto der diesjährigen Feier ermutigt dazu, sich für ein friedliches Zu- sammenleben einzusetzen, Augen zu öffnen und nicht wegzuschauen. Gemeinsam im Zeichen der Ökumene anpacken, über die Grenzen hinaus“, betonten die evangelischen und katholischen Pfadfinderverbände gemeinsam.